Question 1
Eine Dativform nach wegen ist in einem großen Gesprächskorpus sehr häufig. Daraus folgt für einen überregionalen Behördenbericht allein _____.
Options: noch keine automatische Redaktionsempfehlung, zwingend dieselbe Form für den Bericht, die Bedeutungslosigkeit aller anderen Varianten
Question 2
Ein Leitfaden empfiehlt für seine formellen Texte den Genitiv nach trotz. Daraus folgt _____.
Options: dass die Empfehlung jede Varietät weltweit bindet, nicht, dass andere Formen im Sprachsystem bedeutungslos sind, dass Häufigkeitsdaten künftig unnötig sind
Question 3
Ein einzelner Beleg für „trotz dem Einwand“ in einem Onlinekorpus beweist _____.
Options: die uneingeschränkte Empfehlung für jede Textsorte, einen sofort abgeschlossenen Sprachwandel, weder neutrale Verwendung noch allgemeine Standardgeltung
Question 4
Eine deskriptive Untersuchung von Kasusvariation fragt in erster Linie, _____.
Options: wo, wann und in welchen Kontexten Varianten gebraucht werden, welche Form ohne Bezugsrahmen für alle verboten werden soll, wie ein Einzelbeleg zur universellen Norm wird
Question 5
Eine Redaktion muss für einen konkreten Text entscheiden. Dafür sind besonders _____ maßgeblich.
Options: nur die häufigste Form ohne Kontext, Zielvarietät, Register, Medium und Textzweck, ausschließlich das Alter der schreibenden Person
Question 6
Eine Form ist in einer regionalen Standardsprache etabliert. Deshalb ist sie _____.
Options: automatisch in allen Regionen vorgeschrieben, grundsätzlich außerhalb jeder Norm, nicht automatisch bloß beliebige Umgangssprache
Question 7
Aus der regionalen Standardgeltung einer Kasusform folgt für andere Regionen _____.
Options: keine automatische überregionale Neutralität, zwingend die identische Hausregel, die vollständige Ungrammatikalität der Form
Question 8
Sprachwandel bei Kasusformen verläuft typischerweise _____.
Options: in einem einzigen Moment für alle Varietäten, graduell und mit längerer Koexistenz von Varianten, vollständig unabhängig von Gebrauch und Zeit
Question 9
Die Angabe, eine Kasusform sei historisch neuer, entscheidet allein _____.
Options: über ihre allgemeine Ungrammatikalität, über ihre zwingende Verwendung in allen Medien, noch nicht über ihre Empfehlung für einen konkreten Text
Question 10
Die Redaktion wählt trotz häufiger Dativbelege für eine überregionale formelle Broschüre „wegen des Umbaus“. Die sachgerechte Begründung lautet: _____
Options: Das Zielregister rechtfertigt die Wahl; die Dativbelege bleiben dennoch relevant., Die Dativbelege haben deshalb nie existiert., Jede häufige Form muss redaktionell ausgeschlossen werden.
Question 11
In einem sprachwissenschaftlichen Interviewkorpus bleibt das regionale „wegen dem Umbau“ im Zitat erhalten. Das ist sinnvoll, weil _____.
Options: jede regionale Form überall vorgeschrieben ist, der dokumentarische Zweck den tatsächlichen Gebrauch sichtbar machen soll, formelle Redaktion grundsätzlich unmöglich ist
Question 12
Eine Kodifikation empfiehlt für formelle Texte den Genitiv nach wegen; ein regionales Gesprächskorpus zeigt häufig den Dativ. Sachgerecht ist: _____
Options: Das Korpus macht jede Kodifikation automatisch ungültig., Die Kodifikation beweist, dass die Korpusbelege Fehler sind., Beide Befunde gelten in ihren jeweiligen Bezugsrahmen.
Question 13
Eine transparente redaktionelle Entscheidung nennt _____.
Options: Bezugsvarietät, Register, Textzweck und Evidenz, nur das persönliche Sprachgefühl ohne Kontext, ausschließlich einen beliebigen Einzelbeleg
Question 14
Ein pauschales Urteil „Diese Kasusform ist immer richtig“ ist ohne weitere Angaben _____.
Options: belegt, sobald die Form einmal vorkommt, unzureichend, weil Bezugsvarietät und Textzweck fehlen, für jeden Zeitraum automatisch gültig
Question 15
Eine vollständige Einordnung von Kasusvariation trennt und verbindet _____.
Options: nur Häufigkeit und persönliche Vorliebe, ausschließlich eine zeitlose Richtig-falsch-Liste, Kodifikation, Region, Register, Häufigkeit und Zeit