Question 1
Die Müdigkeit hat mehrere mögliche Ursachen; Krankheit ist nur eine davon. „Er muss nicht krank sein.“ Welche epistemische Bedeutung passt? _____
Options: Krankheit ist nachweislich unmöglich., Er hat die Pflicht, gesund zu sein., Aus den Anzeichen folgt nicht notwendig, dass er krank ist.
Question 2
Ein aktueller Labortest schließt die Krankheit eindeutig aus. „Er kann nicht krank sein.“ Welche Einschätzung drückt der Satz aus? _____
Options: Es ist unmöglich, dass er krank ist., Es besteht keine Pflicht, krank zu sein., Vielleicht ist er krank, vielleicht nicht.
Question 3
Die Möglichkeit soll offenbleiben, aber der eingebettete Sachverhalt „krank“ wird verneint. Welche Form ist eindeutig? _____
Options: Er kann nicht krank sein., Es kann sein, dass er nicht krank ist., Er darf nicht krank sein.
Question 4
Welche Zuordnung der drei epistemischen Negationen ist vollständig richtig? _____
Options: muss nicht: verboten; kann nicht: keine Pflicht; dass nicht: sichere Tatsache, alle drei Formen bedeuten ausnahmslos dasselbe, muss nicht: nicht notwendig; kann nicht: unmöglich; kann sein, dass nicht: negierter Sachverhalt möglich
Question 5
Die Teilnahme ist freiwillig; es gibt ausdrücklich keine Pflicht. Welche Aussage an eine Person passt? _____
Options: Du musst nicht kommen., Du darfst nicht kommen., Du kannst unmöglich kommen.
Question 6
Der Sicherheitsdienst verbietet den Zutritt ausdrücklich. Welche Aussage passt? _____
Options: Du kannst vielleicht nicht kommen., Du darfst nicht kommen., Du musst nicht kommen.
Question 7
Welche deontische Gegenüberstellung ist richtig? _____
Options: Beide Sätze bedeuten ein gleich starkes Verbot., „Du musst nicht kommen“ ist strenger als „du darfst nicht kommen“., „Du musst nicht kommen“ = keine Pflicht; „Du darfst nicht kommen“ = Verbot.
Question 8
Der isolierte Satz lautet „Er muss arbeiten“. Welche Analyse ist ohne weiteren Kontext angemessen? _____
Options: Der Satz ist ausschließlich ein Pressezitat., Der Satz ist immer nur eine Fähigkeit., Der Satz kann Pflicht oder eine sehr sichere Vermutung ausdrücken.
Question 9
Der Chef hat eine bindende Schicht angeordnet. Welche Paraphrase macht die deontische Lesart von „Er muss arbeiten“ eindeutig? _____
Options: Er ist verpflichtet zu arbeiten., Aus den Indizien folgt fast sicher, dass er arbeitet., Man hat gehört, dass er gearbeitet hat.
Question 10
Sein Fahrrad steht vor der Werkstatt, und drinnen hört man seine Stimme. Welche Paraphrase macht die epistemische Lesart von „Er muss arbeiten“ eindeutig? _____
Options: Er darf aufgrund einer Genehmigung arbeiten., Aus den Indizien folgt fast sicher, dass er arbeitet., Er behauptet selbst, gestern gearbeitet zu haben.
Question 11
Welche eindeutige Paraphrase passt zu epistemischem „Er muss nicht zu Hause sein“? _____
Options: Es ist unmöglich, dass er zu Hause ist., Er hat keine Pflicht, zu Hause zu sein., Aus den Indizien folgt nicht notwendig, dass er zu Hause ist.
Question 12
Welche eindeutige Paraphrase passt zu epistemischem „Er kann nicht zu Hause sein“, wenn sichere Beweise ihn andernorts zeigen? _____
Options: Es ist unmöglich, dass er zu Hause ist., Es ist nicht notwendig, dass er zu Hause ist., Er muss nicht nach Hause gehen.
Question 13
Welche Paraphrase hält die Möglichkeit offen und verneint nur seine Anwesenheit zu Hause? _____
Options: Er kann nicht zu Hause sein., Es kann sein, dass er nicht zu Hause ist., Er darf nicht zu Hause sein.
Question 14
Welche Vorgehensweise verhindert Fehlinterpretationen bei „nicht“ und subjektiven Modalverben? _____
Options: „Nicht“ immer mechanisch direkt vor das Vollverb setzen., Alle negierten Modalverben als Verbot verstehen., Zuerst die Reichweite bestimmen, dann eine passende eindeutige Form wählen.
Question 15
Welche Zusammenfassung zu Modalbedeutung und Negation ist vollständig richtig? _____
Options: Kontext klärt die Modallesart; die Reichweite von „nicht“ muss ausdrücklich geprüft werden., „Sollen“ und „wollen“ sind immer Befehle, auch mit Infinitiv Perfekt., „Muss nicht“, „kann nicht“ und „darf nicht“ sind bedeutungsgleich.