Question 1
Welche knappe Paraphrase bewahrt den Kern von „Die Kommission nahm eine Neubewertung der Risiken vor“? _____
Options: „Die Kommission bewertete die Risiken neu.“, „Die Risiken kamen zur Kommission.“, „Die Kommission setzte die Risiken in Kraft.“
Question 2
In einer allgemein verständlichen Mitteilung enthält „eine Prüfung vornehmen“ keine definierte Fachbedeutung und keine besondere Perspektive. Dann ist „prüfen“ meist _____.
Options: zwingend unpräzise, die lesbarere Wahl, wegen der Kürze fachlich verboten
Question 3
Ein Gefüge ist in einer Verfahrensordnung als definierter Fachausdruck festgelegt. Bei der Überarbeitung sollte man es _____.
Options: ohne Bedeutungsprüfung streichen, immer durch eine beliebige Paraphrase ersetzen, nicht automatisch durch ein einfaches Verb ersetzen
Question 4
Der Text muss den exakten Beginn der Rechtswirkung hervorheben. Welche Fassung bewahrt diese Aktionsart? _____
Options: „Die Richtlinie tritt am 1. Oktober in Kraft.“, „Die Richtlinie gilt.“, „Die Richtlinie steht zur Diskussion.“
Question 5
Was ändert sich beim Wechsel von „Die Regel kommt zur Anwendung“ zu „Die Behörde bringt die Regel zur Anwendung“? _____
Options: Der Beginn der Rechtsgeltung wird datiert., Die Behörde wird als Akteur sichtbar., Die Regel wird zu einem Diskussionsvorschlag.
Question 6
In einem Bericht soll die institutionelle Handlung bewusst im Hintergrund bleiben. Warum kann „Die Regel kommt zur Anwendung“ beibehalten werden? _____
Options: Weil es zwingend den handelnden Beamten nennt., Weil es den Beginn der Rechtsgeltung datiert., Weil das Gefüge die gewünschte passivische Perspektive ausdrückt.
Question 7
Die bloße Verwendung vieler Nominalisierungen macht einen Verwaltungstext _____.
Options: nicht automatisch präziser, immer rechtsverbindlicher, grundsätzlich leichter lesbar
Question 8
Die Aussage „Jedes Funktionsverbgefüge ist schlechter Stil“ ist _____.
Options: eine feste Grammatikregel, zu pauschal, nur für gesprochene Sprache gültig
Question 9
Im Entwurf steht „Die Behörde setzt die bereits geltende Vorschrift zur Anwendung“. Wie ist diese Formulierung zu beurteilen? _____
Options: Sie bezeichnet korrekt den Beginn ohne Akteur., Sie ist die passivische Standardform des Gefüges., Sie kontaminiert zwei feste Funktionsverbgefüge.
Question 10
Ein neues Regelwerk soll durch einen Beschluss rechtlich wirksam werden. Welche Fassung vermeidet eine Vermischung mit „zur Anwendung bringen“? _____
Options: „Das Gremium setzt das Regelwerk in Kraft.“, „Das Gremium bringt das Regelwerk zur Kraft.“, „Das Gremium setzt das Regelwerk zur Anwendung.“
Question 11
Was geht verloren, wenn „Die Projektleitung stellt den Vorschlag zur Diskussion“ durch „Der Vorschlag steht zur Diskussion“ ersetzt wird? _____
Options: der Zeitpunkt des Inkrafttretens, der initiierende Akteur und die Verursachung, die feste Präposition „zur“
Question 12
Vor dem Ersetzen eines Funktionsverbgefüges sollte man zuerst prüfen, ob _____.
Options: jede Nominalisierung gleich lang bleibt, der Satz dadurch mehr Artikel erhält, Terminologie, Aktionsart oder Perspektive erhalten bleiben
Question 13
Eine gute stilistische Bewertung wägt _____ gegeneinander ab.
Options: Fachkonvention, Präzision und Lesbarkeit, nur Wortlänge und Silbenzahl, ausschließlich Nominalisierungen und Passivformen
Question 14
Welche Zuordnung ist korrekt? _____
Options: alle drei Gefüge: bedeutungsgleiche Zustände ohne Akteur, „in Kraft treten“: Beginn; „zur Diskussion stehen“: Zustand; „zur Anwendung bringen“: agentiv, „in Kraft treten“: Diskussion; „zur Diskussion stehen“: Beginn; „zur Anwendung bringen“: passivisch
Question 15
Eine Redaktion prüft zwei Sätze: „Die Sachbearbeitung nimmt eine Prüfung des Antrags vor“ enthält keine Fachnuance; „Die Richtlinie tritt am 1. Oktober in Kraft“ markiert einen wichtigen Beginn. Welche Entscheidung ist angemessen? _____
Options: Beide Gefüge allein wegen ihrer Länge streichen., Das erste Gefüge beibehalten, das zweite zu „gilt“ kürzen., Das erste Gefüge vereinfachen, das zweite wegen der Aktionsart beibehalten.