A2 · Elementary

Infinitiv mit zu nach häufigen Verben

Nach Verben wie versuchen, planen, hoffen und vergessen steht häufig eine Infinitivgruppe mit zu, die ergänzt, welche Handlung gemeint ist – Muster für A2.

By the flumi team About 5 min read 38 vocabulary words

Nach Verben wie versuchen, planen, hoffen und vergessen steht häufig eine Infinitivgruppe mit zu. Sie ergänzt, welche Handlung gemeint ist.

Du lernst:

  • häufige Auslöser für zu + Infinitiv;
  • die Infinitivgruppe ans Satzende zu stellen;
  • zu bei trennbaren Verben einzufügen.

Das Grundmuster

Das erste Verb wird konjugiert; zu + Infinitiv steht am Ende.

Auslöser Beispiel
versuchen Ich versuche, pünktlich zu kommen.
hoffen Wir hoffen, euch bald zu sehen.
vergessen Er vergisst, die Tür zu schließen.
planen Sie plant, in Berlin zu studieren.
vorhaben Wir haben vor, am Samstag früh aufzustehen.
anfangen / beginnen Er fängt an, Deutsch zu lernen. Sie beginnt, ein Buch zu lesen.
aufhören Bitte hör auf, so laut zu sprechen.
versprechen Er verspricht, morgen anzurufen.
Lust haben Ich habe Lust, heute zu kochen.
Zeit haben Hast du Zeit, mir zu helfen?
helfen Er hilft mir, die Küche aufzuräumen.
brauchen mit Verneinung Du brauchst nicht zu kommen.

Mia versucht, jeden Tag Deutsch zu üben.

Wir haben vor, am Samstag früh aufzustehen.

Bei Infinitivgruppen nach einem Verb ist das Komma oft fakultativ: Sie versucht zu schlafen. und Sie versucht, zu schlafen. sind beide möglich. In der Praxis setzt man das Komma häufig, besonders bei einer erweiterten Infinitivgruppe: Sie versucht, vor Mitternacht zu schlafen. Die Wörter vor Mitternacht erweitern hier die Infinitivgruppe.

Hauptsatz und Infinitivgruppe haben normalerweise dasselbe Subjekt: Ich hoffe, bald zu kommen. Hier ist ich das Subjekt von hoffe und von komme. Bei helfen ist das anders: Das Dativobjekt ist oft die Person, die die Handlung macht: Er hilft mir, die Küche aufzuräumen. Das Dativobjekt mir räumt die Küche auf. Bei anderen Verben mit einem anderen Subjekt brauchst du meist einen Satz mit dass: Ich hoffe, dass er bald kommt.

In der Infinitivgruppe steht nicht vor zu + Infinitiv: Er verspricht, nicht zu stören. In Ich versuche, nicht zu spät zu kommen negiert nicht dagegen die Angabe zu spät.

Bei brauchen steht zu + Infinitiv nur mit Wörtern wie nicht, nur oder kaum: Du brauchst nicht zu kommen. – Du brauchst nur kurz zu warten. Ohne ein solches Wort ist ✗ Du brauchst zu kommen nicht richtig.

Nomen und Adjektive als Auslöser

Auch Nomen mit haben können eine Infinitivgruppe ergänzen. Die Tabelle zeigt zwei häufige Auslöser: Ich habe Lust, heute zu kochen. und Hast du Zeit, mir zu helfen? Die Infinitivgruppe sagt, worauf sich Lust oder Zeit bezieht.

Mit es ist + Adjektiv kannst du sagen, wie du eine Handlung findest oder welche Regel gilt:

  • Es ist wichtig, genug zu schlafen.
  • Es ist schön, dich zu sehen.
  • Es ist verboten, hier zu rauchen.

Trennbare Verben

Bei trennbaren Verben steht zu zwischen Vorsilbe und Stamm. Bei untrennbaren Verben steht zu davor:

Präsens Infinitiv mit zu Präsens Infinitiv mit zu
ich rufe an anzurufen ich bezahle zu bezahlen
ich kaufe ein einzukaufen ich verstehe zu verstehen
ich komme mit mitzukommen ich erkläre zu erklären

Prüfe den Präsenssatz: Ich stehe auf → aufzustehen; ich verstehe → zu verstehen.

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Wann kein zu steht

Modalverben und die Verben der Wahrnehmung, des Lassens und der Bewegung nehmen oft den reinen Infinitiv, also einen Infinitiv ohne zu.

  • nach Modalverben: Ich kann kommen.
  • nach möchten: Wir möchten bestellen. möchten ist die Konjunktivform von mögen und gehört zu den Modalverben.
  • im Futur mit werden: Ich werde morgen kommen. Nicht: ✗ Ich werde morgen zu kommen.
  • nach sehen, hören und lassen, wenn danach ein reiner Infinitiv folgt: Ich sehe ihn kommen. – Hörst du das Baby weinen? – Lass mich das machen.
  • bei bleiben mit einem Positionsverb: Er bleibt im Bett liegen.
  • nach gehen mit Aktivität: Ich gehe schwimmen. – Wir gehen essen.

Vergleiche: Ich sehe ihn kommen steht ohne zu, aber Ich hoffe, ihn bald zu sehen hat zu. Ebenso: Ich kann kommen, aber Ich versuche, pünktlich zu kommen.

Häufige Fehler

Setze zu nicht vor die trennbare Vorsilbe: ✗ zu aufstehen. Richtig ist aufzustehen.

Nach einem Modalverb steht kein zu: ✗ Ich kann zu kommen. → Ich kann kommen. Auch nach den Verben aus Abschnitt 1 darf zu nicht fehlen: ✗ Ich versuche pünktlich kommen. → Ich versuche, pünktlich zu kommen.

Bei trennbaren Verben steht zu in der Mitte: ✗ Wir haben vor zu aufstehen. → Wir haben vor, aufzustehen.

Kurz zusammengefasst

  • Häufige Verben verlangen zu + Infinitiv.
  • Die Infinitivgruppe steht am Ende.
  • Bei trennbaren Verben steht zu zwischen Vorsilbe und Stamm.
  • Hauptsatz und Infinitivgruppe haben meist dasselbe Subjekt; bei einem anderen Subjekt verwendest du oft einen dass-Satz.
  • Nicht steht vor zu + Infinitiv: nicht zu stören.
  • Auch nach Nomen wie Lust und Zeit sowie nach es ist wichtig / schön / verboten steht oft zu + Infinitiv.
  • Nach Modalverben, möchten, werden und einigen Verben wie sehen oder lassen steht kein zu.

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Häufige Verben mit Infinitiv und zu

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Last updated October 14, 2026