Question 1
Welche Aussage zu artikellosen Nominalgruppen ist grundsätzlich richtig? _____
Options: Ein fehlender Artikel ist nicht automatisch eine Ellipse., Artikellosigkeit weist stets auf eine historische Formel hin., Artikellose Nominalgruppen gehören nur zu knappen Nachrichtentexten.
Question 2
Ordne „Wasser ist knapp“ der passenden Art von Artikellosigkeit zu: _____
Options: als reguläre Artikellosigkeit bei einem Stoffnamen, als erstarrte Dativform aus dem Mittelalter, als zwingend lyrische Ellipse
Question 3
Wodurch erklärt sich der fehlende Artikel in „Geduld ist nötig“? _____
Options: eine generische Gattungsbezeichnung mit bestimmtem Artikel, ein regulär artikelloses Abstraktum, eine poetische Verdichtung, die im neutralen Fließtext markiert wäre
Question 4
Warum steht in „Mara wohnt in Wien“ kein Artikel vor „Mara“ und „Wien“? _____
Options: Eigennamen können in dieser Verwendung regulär artikellos stehen., Der Satz ist eine verkürzte Schlagzeile., Beide Namen sind abstrakte Stoffbezeichnungen.
Question 5
Wie ist „Der König rief die Ritter zu Tische“ einzuordnen? _____
Options: als neutrale moderne Wegbeschreibung, als archaische oder historisch stilisierte feste Wendung, als regulärer Stoffnamengebrauch
Question 6
Welche Lesart eröffnet „der“ in der allgemeinen Aussage „Der Mensch ist fehlbar“? _____
Options: Er verweist auf einen bereits im Text eingeführten einzelnen Menschen., Er ermöglicht eine generische Lesart der ganzen Gattung., Er kennzeichnet „Mensch“ als Stoffbezeichnung.
Question 7
Welches historische Merkmal zeigt die Wendung „Bei Hofe sprach man anders“? _____
Options: eine erstarrte archaische Kasusform, eine poetische Artikellosigkeit zur rhythmischen Verdichtung, eine Überschriftenellipse zur Platzersparnis
Question 8
Welche Funktion kann „Nacht sinkt über Land“ in einem Gedicht haben? _____
Options: poetische Verdichtung oder Typisierung, eine Überschriftenellipse zur knappen Informationsvermittlung, eine feste historische Dativform wie in „bei Hofe“
Question 9
„Mensch irrt, Hoffnung bleibt“ ist im gegebenen aphoristischen Kontext _____.
Options: eine stilistisch markierte aphoristische Verdichtung, eine Überschriftenellipse mit sachlicher Nachrichtenfunktion, eine feste Wendung mit erstarrtem Dativ
Question 10
Warum kann poetische Artikellosigkeit mehr leisten als bloße Kürze? _____
Options: Sie kann Referenz, Typisierung und Rhythmus zugleich gestalten., Sie verkürzt nur den Satz, ohne seine Referenz zu beeinflussen., Sie überführt eine historische Formel in heutigen neutralen Standard.
Question 11
Wie ist „Minister eröffnet Ausstellung“ am ehesten zu analysieren? _____
Options: als Überschriftenellipse, als archaische Dativwendung, als regulärer Gebrauch eines Stoffnamens
Question 12
Warum fehlen Artikel im Telegrammstil oder in Überschriften? _____
Options: weil diese Textsorten eine historische Kasusform bewahren, weil die Nomen dadurch als Eigennamen gelesen werden, aus Platz- und Informationsgründen
Question 13
Welche artikellose Fassung ist in neutralem Fließtext am unauffälligsten? _____
Options: Minister eröffnet Ausstellung., Nacht sinkt über Land., Erfahrung hilft bei schwierigen Entscheidungen.
Question 14
Welche Information braucht man, um artikelloses „Land“ in einem älteren Gedicht angemessen zu deuten? _____
Options: nur die heutige Häufigkeit des Wortes, Epoche, Syntax, Referenz und Textfunktion, ob „Land“ Teil einer festen Wendung sein könnte
Question 15
Wann darf eine seltene historische Artikellosigkeit als Fehler gelten? _____
Options: wenn sie vom heutigen Standard abweicht, erst nach Prüfung des damaligen Systems und des konkreten Kontexts, wenn sie keiner heute geläufigen Formel entspricht