Relativsätze im Nominativ und Akkusativ
Lerne, wie Relativsätze im Nominativ und Akkusativ ein Nomen näher beschreiben und wie das Relativpronomen dabei Genus, Zahl und Fall bestimmt (A2).
Ein Relativsatz gibt zusätzliche Informationen zu einem Nomen. Das Relativpronomen übernimmt Genus und Zahl des Nomens, sein Fall kommt aus dem Relativsatz.
Du lernst:
- Relativpronomen im Nominativ und Akkusativ;
- den Fall innerhalb des Nebensatzes zu bestimmen;
- Komma und Verbendstellung zu verwenden.
Die Relativpronomen
| Bezug | Nominativ | Akkusativ |
|---|---|---|
| maskulin | der Mann, der dort steht | der Mann, den ich kenne |
| feminin | die Frau, die dort steht | die Frau, die ich kenne |
| Neutrum | das Kind, das spielt | das Kind, das wir abholen |
| Plural | die Kinder, die lachen | die Kinder, die ich sehe |
Die Formen sind in Nominativ und Akkusativ wie bestimmte Artikel: der, die, das, den. Nur im Maskulinum ändert sich die Form von Nominativ der zu Akkusativ den. Bei feminin, Neutrum und Plural sind Nominativ und Akkusativ gleich. In anderen Fällen stimmt dieser Vergleich nicht immer: Im Dativ Plural heißt es zum Beispiel denen. Das lernst du in der Folgelektion zu Relativsätzen im Dativ.
Das ist die Lehrerin, die an unserer Schule arbeitet. – die ist Subjekt.
Das ist das Auto, das wir für die Reise mieten. – das ist Objekt.
Das sind die Bücher, die ich gekauft habe. – die ist Objekt.
Genus und Fall bestimmen
Das Bezugswort bestimmt Genus und Zahl: die Frau → die. Das Verb im Relativsatz bestimmt die Funktion: die kommt (Nominativ), die ich besuche (Akkusativ).
Das grammatische Geschlecht ist wichtig: das Mädchen, das dort steht / das Kind, das ich abhole.
So findest du das passende Relativpronomen:
- Suche das Bezugswort und bestimme Genus und Zahl.
- Lies den Relativsatz wie einen eigenen Satz.
- Frage: Wer? Dann brauchst du den Nominativ. Frage: Wen? Dann brauchst du den Akkusativ.
Zum Beispiel: Die Kollegin, die ich gestern getroffen habe, arbeitet hier. Das Bezugswort ist die Kollegin (feminin, Singular), deshalb heißt das Pronomen die. Der Relativsatz allein lautet: Ich habe die Kollegin gestern getroffen. Frage: Wen habe ich getroffen? – die Kollegin. Deshalb steht die im Akkusativ.
Decke den Hauptsatz ab und frage im Relativsatz: Wer handelt? → Nominativ. Wen/was betrifft die Handlung? → Akkusativ.
Satzbau und Kommas
Der Relativsatz steht direkt nach dem Bezugswort und wird mit Komma abgetrennt: Der Kollege, der im Büro arbeitet, ist sehr hilfsbereit. Steht er am Satzende, bleibt das Komma vor dem Relativsatz: Ich kenne den Kollegen, der heute aus Berlin kommt.
Ein Relativsatz kann auch den Hauptsatz unterbrechen. Dann setzt du beide Kommas: Die Frau, die ich gestern getroffen habe, arbeitet hier.
Auch ohne bestimmten Artikel bleibt die Form gleich: Ich habe einen Freund, der in Wien wohnt. / Das sind Kinder, die viel lesen.
Vergleiche Hauptsatz und Relativsatz: Er wohnt nebenan. → der Mann, der nebenan wohnt. Auch bei trennbaren Verben steht das ganze Verb am Ende: der Zug, der um acht abfährt.
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Häufige Fehler
Der Fall kommt nicht aus dem Hauptsatz: In Ich kenne den Mann, der hier arbeitet ist den Mann Akkusativ, aber der im Relativsatz Nominativ.
- ✗ Die Lehrerin die an unserer Schule arbeitet ist nett. → ✓ Die Lehrerin, die an unserer Schule arbeitet, ist nett.
- ✗ das Auto, das wir mieten für die Reise → ✓ das Auto, das wir für die Reise mieten
Kurz zusammengefasst
- Bezugswort bestimmt Genus und Zahl: der Mann, der ….
- Funktion im Relativsatz bestimmt den Fall: der Mann, den ich kenne.
- Relativsätze haben Komma und Verbendstellung: Die Frau, die hier arbeitet, ist nett.
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Last updated October 14, 2026