Pluralbildung und häufige Besonderheiten
Die deutsche Pluralbildung folgt mehreren Mustern mit Endung, Umlaut oder beidem – Artikel und häufige Besonderheiten kennenlernen (Niveau A2).
Die deutsche Pluralbildung hat mehrere Muster und einige wichtige Besonderheiten. Artikel, Endung und möglicher Umlaut gehören zusammen.
Du lernst:
- häufige Pluraltypen systematisch zu ordnen;
- Nullplural und Fremdwortplural zu erkennen;
- Genitiv- und Dativplural korrekt zu bilden.
Die wichtigsten Muster
Ein Nomen kann eine Endung, einen Umlaut oder beides erhalten.
| Typ | Singular | Plural |
|---|---|---|
| -e ohne Umlaut | der Tag | die Tage |
| -e mit Umlaut | der Stuhl | die Stühle |
| -e mit Umlaut (auch bei Feminina) | die Hand | die Hände |
| -er ohne Umlaut | das Bild | die Bilder |
| -er mit Umlaut | das Haus | die Häuser |
| -(e)n | die Lampe | die Lampen |
| -s | das Hotel | die Hotels |
| nur Umlaut, keine Endung | der Garten; die Mutter | die Gärten; die Mütter |
| Nullplural | das Fenster | die Fenster |
Als Faustregel: Fast alle Feminina auf -e, -ung, -heit, -keit und -schaft bilden den Plural mit -(e)n. Viele Maskulina bilden -e, oft mit Umlaut. Auch einige Feminina haben -e mit Umlaut: die Stadt – die Städte, die Nacht – die Nächte, die Kraft – die Kräfte. Maskulina und Neutra auf -er, -el und -en haben in der Regel einen Nullplural: das Fenster – die Fenster, der Löffel – die Löffel. Feminina auf diesen Endungen bilden dagegen meist -n: die Schwester – die Schwestern, die Gabel – die Gabeln, die Regel – die Regeln.
Zum Plural nur mit Umlaut gehören auch der Bruder – die Brüder und die Tochter – die Töchter. Gerade bei den femininen Nomen Mutter und Tochter ist das wichtig: Sie haben keine Pluralendung, verändern sich aber durch den Umlaut und sind deshalb kein Nullplural.
Im Raum stehen zwei Tische, drei Stühle und viele Lampen.
Die Museen der Stadt haben heute geöffnet.
Häufige Besonderheiten
Nomen auf -chen/-lein bleiben unverändert: das Mädchen – die Mädchen, das Büchlein – die Büchlein. Bei Fremdwörtern gibt es mehrere häufige Muster: -s steht besonders oft bei englischen und französischen Entlehnungen, zum Beispiel das Handy – die Handys und das Büro – die Büros. Andere Fremdwörter bilden -a (das Praktikum – die Praktika), -en (das Thema – die Themen) oder -en nach -o (das Konto – die Konten). Einige Formen wie das Museum – die Museen oder die Firma – die Firmen lernst du am besten mit dem Wort zusammen.
Bei Nomen auf -in steht im Plural -innen: die Lehrerin – die Lehrerinnen, die Ärztin – die Ärztinnen.
Bei vielen Nomen auf -nis lautet die Pluralform -nisse; dabei wird das s verdoppelt:
- das Ergebnis → die Ergebnisse
- das Ereignis → die Ereignisse
- das Zeugnis → die Zeugnisse
Einige Nomen mit der Endung -tum bilden -tümer und erhalten einen Umlaut: der Reichtum – die Reichtümer, der Irrtum – die Irrtümer. Dieses Muster ist begrenzt und muss mit dem einzelnen Wort gelernt werden. Nicht jedes Wort auf die Buchstaben -tum folgt ihm: das Datum – die Daten.
Manche Nomen verwendest du nur im Plural: die Eltern, die Ferien, die Leute. Andere haben normalerweise keinen Plural, zum Beispiel der Hunger und das Obst.
Manchmal verändert der Plural auch die Bedeutung: die Wörter sind einzelne Wörter, aber die Worte sind eine zusammenhängende Äußerung. Die Bänke sind Sitzmöbel, die Banken sind Geldinstitute.
Lerne den Plural direkt im Wortschatz: das Museum, die Museen statt nur Museum.
Der Genitiv Plural
Im Genitiv bleibt die Pluralform des Nomens unverändert. Der bestimmte Artikel lautet der:
- Nominativ: die Kinder spielen.
- Genitiv: die Eltern der Kinder.
- Genitiv mit Possessivartikel: die Zimmer meiner Kinder.
- Nominativ: die Häuser sind alt.
- Genitiv: die Dächer der Häuser.
Das Nomen bekommt im Genitiv Plural kein zusätzliches -s oder -es.
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Der Dativ Plural
Im Dativ Plural steht immer der Artikel den. Danach prüfst du, ob das Nomen noch ein -n braucht.
- Artikel: den.
- Das Nomen erhält zusätzlich -n, wenn der Plural nicht schon auf -n oder -s endet.
- Beispiele: mit den Kindern, aber mit den Frauen / Autos. Frauen endet schon auf -n, Autos auf -s; deshalb kommt kein weiteres -n dazu.
Zum Beispiel: Ich fahre mit den Kindern in die Ferien.
Häufige Fehler
- Im Dativ Plural fehlt oft ein -n: ✗ mit den Kinder. Richtig ist: mit den Kindern.
- Setze nicht immer -s: ✗ die Buchs. Richtig ist: die Bücher.
- Der Artikel im Plural ist nicht das: ✗ das Bücher. Richtig ist: die Bücher.
- Verwechsle feminine Nomen nicht mit dem Nullplural: ✗ zwei Schwester. Richtig ist: zwei Schwestern.
- Setze einen Umlaut nur dort, wo das Wort ihn wirklich hat: ✗ die Täge. Richtig ist: die Tage.
Kurz zusammengefasst
- Plural kann Endung, Umlaut oder beides haben.
- Manche Nomen bleiben unverändert.
- Im Genitiv Plural bleibt die Nomenform gleich; der Artikel ist der.
- Im Dativ Plural steht oft ein zusätzliches -n.
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Last updated October 14, 2026