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Pluralbildung und häufige Besonderheiten

By the flumi team About 3 min read Practice exercises

Die deutsche Pluralbildung hat mehrere Muster und einige wichtige Besonderheiten. Artikel, Endung und möglicher Umlaut gehören zusammen.

Du lernst:

  • häufige Pluraltypen systematisch zu ordnen;
  • Nullplural und Fremdwortplural zu erkennen;
  • Genitiv- und Dativplural korrekt zu bilden.

1. Die wichtigsten Muster

Ein Nomen kann eine Endung, einen Umlaut oder beides erhalten.

Typ Singular Plural
-e ohne Umlaut der Tag die Tage
-e mit Umlaut der Stuhl die Stühle
-er ohne Umlaut das Bild die Bilder
-er mit Umlaut das Haus die Häuser
-(e)n die Lampe die Lampen
-s das Hotel die Hotels
nur Umlaut, keine Endung der Garten; die Mutter die Gärten; die Mütter
Nullplural das Fenster die Fenster

Zum Plural nur mit Umlaut gehören auch der Bruder – die Brüder und die Tochter – die Töchter. Gerade bei den femininen Nomen Mutter und Tochter ist das wichtig: Sie haben keine Pluralendung, verändern sich aber durch den Umlaut und sind deshalb kein Nullplural.

Im Raum stehen zwei Tische, drei Stühle und viele Lampen.

Die Museen der Stadt haben heute geöffnet.

2. Häufige Besonderheiten

Nomen auf -chen/-lein bleiben meist unverändert. Viele Fremdwörter bekommen -s; einige haben besondere Formen wie Museum – Museen oder Firma – Firmen.

Bei vielen Nomen auf -nis lautet die Pluralform -nisse:

  • das Ergebnis → die Ergebnisse
  • das Ereignis → die Ereignisse
  • das Zeugnis → die Zeugnisse

Die Pluralendung ist -e. In der Schreibung wird das s von -nis vor dieser Endung verdoppelt: Ergebnis + -e → Ergebnisse. Das ist keine allgemeine Regel zur Verdopplung von Konsonanten im Plural.

Einige Nomen mit der Endung -tum bilden -tümer und erhalten einen Umlaut: der Reichtum – die Reichtümer, der Irrtum – die Irrtümer. Dieses Muster ist begrenzt und muss mit dem einzelnen Wort gelernt werden. Nicht jedes Wort auf die Buchstaben -tum folgt ihm: das Datum – die Daten.

Lerne den Plural direkt im Wortschatz: das Museum, die Museen statt nur Museum.

3. Der Genitiv Plural

Im Genitiv bleibt die Pluralform des Nomens unverändert. Der bestimmte Artikel lautet der:

  • Nominativ: die Kinder spielen.
  • Genitiv: die Eltern der Kinder.
  • Nominativ: die Häuser sind alt.
  • Genitiv: die Dächer der Häuser.

Das Nomen bekommt im Genitiv Plural kein zusätzliches -s oder -es.

4. Der Dativ Plural

  • Artikel: den.
  • Das Nomen erhält zusätzlich -n, wenn der Plural nicht schon auf -n oder -s endet.
  • Beispiele: mit den Kindern, aber mit den Frauen / Autos.

5. Häufige Fehler

  • Ein Umlaut ersetzt die Endung nicht automatisch: Es heißt Bücher, nicht nur ✗ Büch.
  • Vor der Pluralendung -e wird das s von -nis verdoppelt: Ergebnisse, nicht ✗ Ergebnise.

6. Kurz zusammengefasst

  • Plural kann Endung, Umlaut oder beides haben.
  • Manche Nomen bleiben unverändert.
  • Im Genitiv Plural bleibt die Nomenform gleich; der Artikel ist der.
  • Im Dativ Plural steht oft ein zusätzliches -n.

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Last updated July 20, 2026

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