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Wechselpräpositionen mit Dativ und Akkusativ

By the flumi team About 5 min read Practice exercises

Die neun Wechselpräpositionen können mit Dativ oder Akkusativ stehen. Der Dativ nennt meistens einen Ort oder eine Position. Der Akkusativ nennt ein Ziel oder eine neue Position.

Du lernst:

  • alle neun Wechselpräpositionen;
  • wo? und wohin? sicher zu unterscheiden;
  • passende Artikel und häufige Kurzformen zu verwenden.

1. Ort oder Ziel?

Frage zuerst nach der Bedeutung des ganzen Satzes:

  • Wo befindet sich etwas? → Dativ: Das Glas steht auf dem Tisch.
  • Wohin kommt etwas? → Akkusativ: Ich stelle das Glas auf den Tisch.

Oft zeigen die Verben den Unterschied. stehen, liegen, sitzen und sein beschreiben eine Position. stellen, legen und setzen beschreiben eine neue Position.

Die Bank steht unter dem Fenster. Wir stellen eine zweite Bank unter das Fenster.

Im ersten Satz bleibt die Bank an einem Ort. Im zweiten Satz bekommt sie diesen Ort als Ziel.

2. Alle neun Wechselpräpositionen

Die Wechselpräpositionen sind an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor und zwischen.

Präposition Wo? + Dativ Wohin? + Akkusativ
an Das Bild hängt an der Wand. Ich hänge das Bild an die Wand.
auf Das Buch liegt auf dem Tisch. Ich lege das Buch auf den Tisch.
hinter Das Fahrrad steht hinter dem Haus. Ich stelle es hinter das Haus.
in Wir sind im Kino. Wir gehen ins Kino.
neben Der Stuhl steht neben dem Bett. Ich stelle ihn neben das Bett.
über Die Lampe hängt über dem Tisch. Ich hänge sie über den Tisch.
unter Die Bank steht unter dem Fenster. Wir stellen sie unter das Fenster.
vor Das Auto steht vor dem Haus. Ich fahre es vor das Haus.
zwischen Der Koffer steht zwischen den Schränken. Ich stelle ihn zwischen die Schränke.

3. Bewegung bedeutet nicht immer Akkusativ

Eine Bewegung kann vollständig an einem Ort stattfinden. Dann steht der Dativ:

  • Die Kinder laufen im Park. Sie bleiben im Park.
  • Der Ball rollt unter dem Tisch. Er bewegt sich dort unter dem Tisch.

Der Akkusativ steht, wenn die Bewegung zu einem Ziel oder in eine neue Position führt:

  • Die Kinder laufen in den Park. Der Park ist ihr Ziel.
  • Der Ball rollt unter den Tisch. Seine neue Position ist unter dem Tisch.

Ein Bewegungsverb wie laufen, fahren oder fliegen verlangt nicht automatisch den Akkusativ. Entscheidend sind Ort oder Ziel.

4. Im, ins, am und ans

Einige Präpositionen und Artikel verschmelzen zu kurzen Formen. Diese Formen gehören zum Standarddeutschen und sind in neutralen Sätzen sehr häufig:

Kurze Form Lange Form Ort oder Ziel? Beispiel
im in dem Ort + Dativ Wir warten im Café.
ins in das Ziel + Akkusativ Wir gehen ins Café.
am an dem Ort + Dativ Der Tisch steht am Fenster.
ans an das Ziel + Akkusativ Wir stellen den Tisch ans Fenster.

Die kurze Form ist normal, wenn der Artikel nicht betont ist. Die lange Form bleibt möglich, wenn du einen bestimmten Ort hervorheben oder vergleichen möchtest: Nicht in dem Zimmer, sondern in diesem. Der Fall und die Grundregel ändern sich dadurch nicht.

5. Die Artikelformen

Genus Dativ: wo? Akkusativ: wohin?
maskulin dem Tisch den Tisch
feminin der Wand die Wand
neutral dem Fenster das Fenster
Plural den Schränken die Schränke

Im Dativ Plural bekommt das Nomen oft zusätzlich -n: zwischen den Stühlen.

Suche zuerst das Paar Ort oder Ziel. Kontrolliere erst danach den Artikel: wo? – unter dem Fenster; wohin? – unter das Fenster.

6. Kurz zusammengefasst

  • Die neun Wechselpräpositionen sind an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor und zwischen.
  • Ort oder Position → Dativ.
  • Ziel oder neue Position → Akkusativ.
  • Bewegung allein entscheidet nicht über den Fall.
  • im/ins und am/ans sind häufige standardsprachliche Formen.

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Last updated July 20, 2026

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